Archiv für die Kategorie ‘Gedanken’

Ausweglos

Sonntag, 21. März 2010

Ich erwache im Schein flackernder Kerzen. Zahllose müssen es sein, die den Raum erhellen und erwärmen, so dass ich nicht friere, obwohl ich nackt und mit ausgestreckten Armen und Beinen unter meinem Betthimmel liege. Wie man mich so fesseln, so bewegungslos machen konnte ohne dass ich davon vorher erwachte, weiß ich nicht – doch es ist mir auch gleich. Meine Fingerspitzen spüre ich kaum noch – bis auf ein leichtes Kribbeln – doch auch dieses Gefühl ist tief unter meiner Aufmerksamkeit vergraben, die einzig und allein dem Geschöpf gilt, das neben mir steht.

Wie eine Statue – ganz bewegungslos steht sie da neben mir. Hochgewachsen, überragend und fast gütig auf mich herabschauend. Sie bewegt sich zwar nicht, doch ihre weiche, fließende Kleidung, aus in langen Wellen fallenden schwarzen und roten Stoffbahnen bestehend, scheint sich zu bewegen. Fast gütig lächelt sie auf mich hinab – die Lippen von stechend roter Farbe. Die Augen sind verborgen hinter einer schneeweißen Maske – ganz schlicht und unverziert. Und ihr Haar – das kann ich nur erahnen. (weiterlesen…)

Ein gemeinsamer Anfang

Montag, 14. Dezember 2009

Ich bin vorhin von einer Freundin gefragt worden, wie man eigentlich als Dom einen neuen Sub aufnimmt. Nun eine genaue Faustregel gibt es dafür wohl nicht aber um ihre Frage zu beantworten wie ich das auf eine wie ich finde für beide Seiten schöne Art und Weise hand habe mag ich ihr eben einen kurzen Blogeintrag dazu schreiben.

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Ob das denn immer alles gut geht?

Dienstag, 03. November 2009

So langsam bekomme ich Sorgen, dass mit meinem Sub aus der Fernerziehung etwas nicht ganz stimmt. Er sagte er hätte vor mir schon drei andere Herren gehabt und sei mit ihnen unzufrieden gewesen. Jetzt ist es so dass ich mit ihm unzufrieden bin. Ich habe ihn bisher eher Alltagsquälereien auferlegt, kaltes Duschen etc. um zu sehen, in wie Weit er mir folgt.
Nun aber da wir am Anfang über seine Tabus geschrieben haben, und dabei nur zwei Dinge gefallen sind, bin ich um so enttäuschter von seiner Verweigerung der aktuellen Wochenaufgabe. Er hat in der Öffentlichkeit eine gänzlich unperverse Aufgabe zu erledigen. Sie hat zwar etwas mit den Dingen zu tun, die er nicht von sich aus machen würde, aber es ist eine einfache Aufgabe. Er weigert sich noch und Ich weiß nur nicht genau ob es ein künstliches Aufbauschen ist oder sein Ernst, da er immer wieder versucht mir Bedauerungsäusserungen vorzuspielen.
Aber ich mag es zuzusehen, wie er sich dem Ende seiner zur Verfügung stehenden Zeit mit vollen Segeln nährt und somit auch den damit verbundenen Konsequenzen.
Ich hoffe damit eine Art Furcht zu erzeugen. Daher kommt auch eine “Erlösung durch sofortiger Strafe (wie er sich es vorstellt) gar nicht in die Tüte, wir sind schließlich nicht bei “Subbi-Wünsch-Dir-Was” oder “Top den Top!”.

Da ich denke, dass er eine falsche Vorstellung hegen könnte, davon was einen Sklaven ausmacht, werde ich vorerst meine Aufgaben so gestalten, dass diese bewusst wenig mit der direkten, körperlichen Bestrafung zu tun haben. Welche er sich erhofft und die zu einem Lustgewinn für ihn führen könnten. Schließlich ist er Mein und hat seine Ansprüche zurück zu stellen.
Wenn er erst einmal sein wirklichen Gehorsam zeigt kann ich auch im Gegenzug auf seine Wünsche bzw. Vorlieben eingehen.
Ich bin gespannt wie er das schafft und, ob nicht vielleicht alles früher ein Ende findet, als er sich das vorstellt. Zuckerbrot und Peitsche mal anders;)
Mal sehen ob er wenigstens seine Tagesaufgabe für heute in einem angemessenen Umfang erledig hat oder er vielleicht versucht mich zu veralbern.

Rache ist süß. Ich hoffe er hat gute Zähne.

Und wie heißt du?!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Zu einem Spiel gehören auch passende Namen, und da meines grade begonnen hat ist nun der Zeitpunkt gekommen einen Namen für meinen neuen Untergebenen zu finden. Nach einigen querlesen durch verschiedenen Seiten habe ich dazu auch mehrere Anregungen  gefunden, wie ich meinen Sklaven etwas passendes geben kann. Grundlegend überlegte ich mir ob ich ihm nicht lieber einen Anonymen gebe  um damit den Verlust seiner Identität zu unterstreichen. Da gibt es dann die Möglichkeit mit Zahlen, vielleicht auch lose Buchstabenkombinationen, ein bisschen wie im Knast und ist sicherlich eine Möglichkeit für harte Spielart. Aber da ich meinen Sklaven doch etwas Identität verleihen möchte, suchte ich nach einem richtigen Namen. Die einfachste, aber unkreativste Möglichkeit ist es einfach den Namen zu nehmen, der schon vorher zu ihm gehört hat, also von seinem vorherigen Meister. Da ich aber ihn von allem “alten” befreit haben möchte kam mir auch das nicht im Sinn. Nach einigen überlegen war mir klar dass für mich ein ganz alltäglicher Name wie aus einem Namenskatalog den man für Neugeborene verwendet nicht in Frage käme, und so schaute ich mir an, wie historisch Sklaven zu ihren Namen gekommen sind. So wurden z.b. bei afrikanischen Sklaven meist Rufnamen verwendet, die einen beschreibenden Charakter haben, so etwas wie “Langhals”, “Giftkopf” oder “Krummer”. Da ich noch nicht all zu viel über ihn wusste forschte ich weiter und bin bei den nächsten Sklavenhaltern in unserer Weltgeschichte stehen geblieben. Den Römern. Und da sie ja auch sehr viel unseres Kontinentes bevölkerten konnte ich mich auch mit den Gedanken anfreunden. Sie hatten damals auch Rufnamen, die sich jedoch in die Namen ihrer Besitzer änderten, wenn sie aus dessen Diensten entlassen wurden. Nun durchstöberte ich Auflistungen von historisch, altrömischen Namen, und habe jetzt den passenden gefunden: Furius.

Träume wahrmachen

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Habt Ihr auch schöne Gedanken und Träume, die Euch immer wieder ereilen? Die Sehnsüchte auslösen und dazu führen, dass ihr verklärt lächelt und am liebsten gar nicht die Augen öffnen mögt? Natürlich – wer tut das nicht?

Bei mir, jedenfalls, drehen sich viele dieser Gedanken um Spiele und Situationen, in denen ich gern einmal wäre und – es mag Euch nicht überraschen, dass nicht wenige davon mit Spielen mit Macht und Hilflosigkeit zu tun haben. In irgendeiner pragmatischen Phase hinterfragte ich solche Momente einmal und dachte mir… ja – warum bleiben diese Dinge eigentlich Träume?

Natürlich – einige sind einfach unendlich romantisiert und unverwirklichbar… doch selbst die haben doch eine Essenz, die erfüllbar wäre. Und die anderen – von denen halten mich eigentlich nur Regeln der Gesellschaft ab, die ich mir gar nicht selbst auferlegen mag. (weiterlesen…)

Poly… was?

Montag, 12. Oktober 2009

Twitter ist doch ab und an ein wahrer Quell von Freude. Heute hat mich das Zebramädchen zum Lächeln gebracht, als sie schrieb:

Hatte ich eigentlich erwähnt, was für eine wunderbare Sache es ist, mehreren Menschen Platz in Herz und Bett geben zu können? <3

Man kann es gar nicht schöner ausdrücken, glaube ich – diese Art von Freiheit in einer Beziehung zu haben ist für mich unbeschreiblich schön und auch wichtig. Geworden – muss ich sagen. Wie wohl fast jeder, der in einer Beziehung ist, hatte ich lange Zeit die Meinung, dass man mit einer Person zusammen zu sein hat. Mit dieser teilt man dann ganz exklusiv einige erlesene Gefühle – und Betätigungen ;). Immer noch stimmen mir da viele Menschen zu – und es ist ja nichts Schlechtes daran… wir lebten viele Jahre unheimlich glücklich so, und hatten niemals das Gefühl etwas zu verpassen.

Wir sprachen aber darüber. Gerade, weil wir beide im jeweils anderen Menschen die “erste große Liebe” fanden und kaum bis gar keine anderen Erfahrungen gemacht haben, versprachen wir uns, offen darüber zu sprechen, wenn die Neugier nach anderen Menschen etwas größer werden sollte. (weiterlesen…)

Klischeewelten

Sonntag, 11. Oktober 2009

“BDSM ist doch längst salonfähig!” sagte mir einst ein Freund in einem abendlichen Gespräch bei einem Glas Rotwein. Und ich gab Ihm Recht – sah ich es doch selbst, mit eigenen Augen. Seit Jahren schon sind Szenen mit solchen Inhalten in vielen aktuellen Filmen – egal ob subtil oder explizit – zu sehen. Sogar in Serien und Soaps! Auch wer sich einmal online in einer Partnerbörse anmeldet darf inzwischen immer öfter nicht nur zwischen homo-, bi- und heterosexueller Ausrichtung wählen, sondern auch angeben, ob er eher dominante oder devote Vorlieben hat, ob er switcht oder … oder gar nichts damit anfangen kann.

Aber – um bei den filmischen Umsetzungen zu bleiben – was sieht man da wirklich? Eigentlich sind es doch in aller Regel Szenen, die nur Platzhalter sind, um auszudrücken, dass gerade etwas Unheimliches, Merkwürdiges geschieht – etwas, das abseits der Norm ist, etwas Unnormales, das beim Zuschauer ein Unbehagen auslösen soll.

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Die Lust am Schmerz…

Sonntag, 11. Oktober 2009

Ich bin Sadistin. Ich empfinde Lust daran “andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen”. Nach weit verbreiteter Meinung werden Menschen wie ich entweder im Alltag unterdrückt, haben Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl oder sind ganz einfach psychisch krank.

Wenn mich jemand fragt “Warum liebst du es deinem Gespiel weh zu tun?” fallen die Antworten je nach Fragendem sehr unterschiedlich aus… (weiterlesen…)