Archiv für die Kategorie ‘Do it yourself’

Violet Wand

Sonntag, 06. Januar 2013

Ich bin immer neugierig, wenn es darum geht, beim Spielen neue Erfahrungen zu machen. Das Element „Strom“ begann deshalb schon früh, meine Neugier anzusprechen, und ich beschäftigte mich ein wenig damit. Ich lernte schnell, dass es generell zwei Arten gibt, mit Strom zu spielen. Am weitesten verbreitet sind wohl TENS-Geräte – das sind die, die auch gern medizinisch genutzt werden, und beispielsweise diese Elektro-Pads besitzen, die man auf die Haut auflegt – das „Lob und Tadel“ gehört in diese Kategorie. Sie benutzen Gleichstrom und die Stromstärke ist variabel – diese wird meist in Intervallen abgegeben deren Länge man einstellen kann. Sie sind dazu geeignet, die Muskeln zu kontrahieren.

Heute aber möchte ich von der anderen Art erzählen: Von Geräten, die mit Hochspannung und Hochfrequenz (allerdings einer sehr geringen Stromstärke) arbeiten. Bekannt sind sie unter dem Begriff „Violet Wand“.

Violet Wand 19 - Arbeitskopie 2

Den Namen haben diese Spielzeuge wohl daher, dass sie den Strom über eine edelgasgefüllte Glaselektrode abgeben, die dabei wundervoll violett leuchtet, und die Blitze, die davon ausgehen, auch von violetter Farbe sind. (mehr …)

Feuer und Flamme

Montag, 27. August 2012

Heute geht es einmal nicht um einen Erlebnisbericht, sondern um einfache Bastelei. Ich möchte Euch zeigen, wie meine Gespielin mich für Fireplay begeistert hat – genauer, mit welchen Spielzeugen sie mich überrascht hat, und Euch in die Lage versetzen, es nachzubauen. Deshalb werden meine Worte wohl etwas nüchterner sein – doch hoffentlich informativ.

 

Was wir bauen, werden Benzinfackeln sein. Als Benzin nehmen wir Wundbenzin aus der Apotheke – es verbrennt ohne viel Ruß und relativ „kalt“. Natürlich könnt ihr nach Belieben experimentieren und Zutaten, die ich empfehle, austauschen – aber ich habe mit dem Folgenden gute Erfahrungen gemacht.

Man nehme: (mehr …)

Seilspiele

Montag, 16. Juli 2012

Ich kann mir Seile aus dem BDSM-Kontext nicht wegdenken. Natürlich bedürfen sie etwas mehr Übung als Handschellen und Manschetten, aber sie sind so wundervoll flexibel. Sie können irrsinnig bequem oder unglaublich qualvoll sein, das Opfer in jeder beliebigen Position festhalten und – sind wir mal ehrlich – auch wenn sie beim Anlegen und in der Handhabung ein wenig mehr Geschick verlangen sind sie doch fast immer viel hübscher anzusehen :) Ich möchte in diesem Artikel nicht so sehr darauf eingehen, was an Sicherheit zu bedenken ist – ich glaube, davon habt ihr alle schon genug gelesen, zumal die meisten dieser Regeln ja auch für alle anderen Fesselungsmethoden gelten. Dafür schreibe ich ein wenig über die verschiedenen Arten und Materialien von Seilen, und worin sie sich unterscheiden.

Seile und Flechtschnüre

Umgangssprachlich werdet ihr als „Seil“ jedes flexible, längliche Stück Irgendwas bezeichnet sehen, das Euch in die Finger kommt – doch eigentlich gibt es eine ziemlich einfache Unterscheidung: Seile sind gedreht, Flechtschnüre sind geflochten. Ein kurzer Blick – oder einmal die Finger darüber gleiten zu lassen – genügt, um den Unterschied festzustellen:

 

Vergleich zwischen Schnur und Seil

 

Oben sieht man ein Seil. Um es herzustellen, nimmt man Garn, welches in mehreren Strängen (in diesem Fall drei) nebeneinander aufgespannt wird. Diese Garnstränge (Kadelen) werden ineinander verdreht. Das Seil im Bild besteht aus dreien davon, und durch die Drehung haben sie eine eigene Spannung. Nun erlaubt man dem Seil, dieser Spannung nachzugeben, und lässt die Kadelen sich ineinander verdrehen – somit hält das Seil sich selbst stabil. Ein ganz einfacher Prozess eigentlich :)

Die Flechtschnur darunter ist, wie der Name schon sagt, geflochten. Dazu ist eine etwas kompliziertere feinmechanische Apparatur erforderlich. Genügt theoretisch für einfache gedrehte Seile eine stabile Türklinke und ein Küchenmixer braucht es für Flechtschnüre schon eine Flechtmaschine.

Die Unterschiede (mehr …)